Bestzeiten am Beetzsee

October 1, 2017

Brandeburg - Nach dem gelungenen Triathlondebüt in der Staffel um Multipowerlegende – den Langen – ging es für Tommel und mich wieder zurück zu den Wurzeln. Wir suchten einen gebührenden Abschluss des Sportjahres 2017. So verschlug es uns zwei Druck&Dampf-Athleten Ende September ins wasserreichste Bundesland Deutschlands zur 34. Auflage des traditionellen Beetzseelaufes in Brandenburg an der Havel.

Gemeinsam mit 92 weiteren Lauf- und Naturbegeisterten wollten wir auf der Halbmarathonstrecke abliefern, wie wir noch nie abgeliefert haben. Das Ziel war klar - die eigenen Bestmarken pulverisieren.

 

Die Vorbereitung für dieses Spektakel war kurz und intensiv. Während ich im heimischen Potsdam ordentlich Kilometer fraß, sorgte Tom mit seinen flinken Füßen in Berlin für Unruhe auf den Straßen (und auf den Gleisen). Die Beine wurden schneller, die Zeiten besser und wir immer heißer auf den Wettkampf. Tag X rückte unaufhaltsam näher.

Am Samstag, dem 30.09. um 10 Uhr war es dann soweit – endlich wieder ballern! Nach einem kurzen Ehrenstart für unsere Fans auf der Tribüne der Regattastrecke, führte uns der Streckenverlauf einmal um den wunderschönen Beetzsee. Über die 21 km lange Runde erwartete uns ein durchgängig flaches Streckenprofil, optimales Laufwetter und starke Gegner. Und da Brandenburg bekanntlich nicht mit Landschaft und Natur geizt, konnten wir uns daher während des gesamten Laufes über ein buntes Potpourri aus Wiesen und Feldern freuen. Das war genau das Richtige für uns zwei Naturburschen. So konnten wir läuferisch einige Ecken kennenlernen, wo sich sonst nur Fuchs und Hase gute Nacht sagen – naja Brandenburg halt. Doch bei all den entspannten Aspekten der Strecke, kam auch der Kampf nicht zu kurz. Ich musste meiner hohen Anfangsgeschwindigkeit Tribut zollen und einige Teilstücke sogar gehend zurücklegen. Da huschte der eine oder andere Gedanke ans Aufgeben durch meinen Kopf. Diese konnten jedoch augenblicklich durch den wachsenden Ehrgeiz wieder weggewischt werden. Tommel hingegen ging den Lauf etwas ruhiger an und brauchte ca. 4 km um in das viel diskutierte "runde" Laufgefühl zukommen. Ab Kilometer 18 begann jedoch auch für ihn der Kampf, bei jedem Schritt wieder den Fuß vor den anderen zu setzen. Sein innerer Schweinehund saß sozusagen Huckepack auf seinen Schultern und die beiden konnten sich endlich einmal persönlich kennenlernen.

 

Während wir aufgrund der Teilnehmerzahl auf der Strecke größtenteils auf uns allein gestellt waren, konnten wir uns im Ziel dann doch gemeinsam freuen – über neue Bestzeiten! Ich hatte trotz aller Schwierigkeiten mit einer Zeit von 1:37:19h nicht nur meine bisherige Bestzeit um fast 4 Minuten unterboten, sondern auch endlich im vierten Anlauf die selbst gesetzte, inoffizielle Halbmarathon-Schallmauer von 100 Minuten geknackt. Tommel hingegen überquerte nur kurze Zeit später, nach starken 1:40:56h die Ziellinie und konnte sich über eine Verbesserung der eigenen Rekordzeit um exakt 3 Minuten freuen.

 

Mit den neuen Bestzeiten im Gepäck und einem Lächeln auf den Läufer-Lippen ging es für beide Athleten wieder nach Hause und ab auf die Couch – das Sportjahr 2017 war erfolgreich beendet. Ein großes Lob gebührt der Wettkampforganisation für ein tolles, gut strukturiertes und geradezu familiäres Event! Also gerne auf ein Neues in 2018, wenn es wieder heißt: mit Druck&Dampf durch Brandenburg!

 

 

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